Achtsamkeit und Schlafhygiene

Die Diagnose einer Krebserkrankung ist beängstigend und wirft wichtige Fragen zu verschiedenen Bereichen des Lebens auf. Diese Ausnahmesituation stellt häufig einen Wendepunkt im Leben dar. Die psychoonkologische Behandlung der Tumorerkrankung ist als wertvolles und wichtiges Unterstützungsangebot an Tumorzentren etabliert.

Das vertrauensvolle Verhältnis der Patientinnen zum behandelnden Arzt, stellt eine wichtige Schnittstelle dar, um die Patientinnen in dieser existentiell bedrohlich empfundenen Lebensphase zu begleiten. Insbesondere bei der Erstdiagnosestellung gilt es die Selbstwirksamkeit zu erhalten und Handlungskompetenz zu fördern und das Gefühl von Ohnmacht, Ausgeliefertsein und Kontrollverlust zu verringern. Dadurch lassen sich die therapiebedingten Nebenwirkungen reduzieren und der Krankheitsverlauf wird positiv beeinflusst.

Angst, Stress und Depression können gemindert werden, die Schlafqualität wird erhöht und die Belastung durch Erschöpfung und Müdigkeit wird reduziert.

In diesem Vortrag von Dr. med. Hatice Kaya werden zunächst die Grundlagen der psychoonkologischen Versorgungsstruktur in Tumorzentren vorgestellt. Anhand von objektivierbaren Psychometrischen Testverfahren wird ein Screening durchgeführt, um die individuellen Belastungsfaktoren der onkologischen Patienten zu erfassen.

Im zweiten Teil wird die Ressourcenorientierte Psychoonkologie vorgestellt.

Dieses Unterstützungsangebot bietet Bewältigungsstrategien nach dem Grundsatz der Salutogenese. Hierzu gehören: 

1. Resilienz stärken, also die seelisch, geistige Widerstandskraft zu stärken.

2. Ressourcen aktivieren bedeutet Potenziale, Stärken oder Kraftquellen für Bewältigungsstrategien nutzbar machen.

3. Selbstwirksamkeit und Einflussnahme erleben um eigene Vorhaben mit Eigenkontrolle umzusetzen.

Zum Abschluss wird darauf eingegangen, wie ein gesunder Schlaf reguliert werden kann.