Vorbeugung und Therapie des Lymphödems

In ihrem Vortrag referiert Dr. med.Martha Földi über das Lymphödem, das trotz der Fortschritte in der onkologischen Therapie die häufigste Langzeitfolge nach Krebserkrankungen ist.

Das Lymphödem ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung. Diese Erkrankung zu verstehen ist die Grundlage dafür, dass Patient*innen kompetent und selbstwirksam Maßnahmen ergreifen und in ihr Leben integrieren können, welche der Entstehung eines Lymphödems, oder der Verschlechterung eines bereits bestehenden Lymphödems, vorbeugen:

Lymphödeme entstehen aufgrund einer mechanischen Insuffizienz des Lymphgefäßsystems. Das bedeutet, dass das Lymphgefäßsystem nicht mehr ausreichend in der Lage ist, Wasser und darin gelöste Substanzen (die sog. „Lymphpflichtigen Lasten“) aus dem Gewebe abzutransportieren.

Wichtigste Ursache für diese Funktionseinschränkung ist die Entfernung von Lymphknoten im Rahmen von Krebsoperationen. Daneben können auch andere Faktoren, wie eine Bestrahlung, eine Chemotherapie und bestehende Begleiterkrankungen, das Lymphödemrisiko beeinflussen.

Vorbeugung des Lymphödems bedeutet letztlich: Die noch funktionsfähigen Lymphgefäße maximal zu entlasten, sowie zu vermeiden, dass die Funktionsfähigkeit des Lymphgefäßsystems noch weiter eingeschränkt wird. #

Ziel der Patient*inneninformation ist es, Betroffene in die Lage zu versetzen, aus dem vermittelten Grundlagenwissen heraus selbst ableiten zu können, was diese Vorbeugung konkret für das eigene Leben bedeuten kann.

Goldstandard der Therapie der Lymphödeme ist die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE). Zu dieser Methode gehören die manuelle Lymphdrainage (MLD), die Kompressionstherapie, entstauende Bewegungstherapie sowie angepasste Hautpflege.

Feste Säule in der Lymphödembehandlung ist wie bereits erwähnt das Selbstmanagement der Betroffenen. Für diese ist wiederum fundiertes Wissen über das Krankheitsbild Lymphödem Voraussetzung.